Die GOZ 6100 vergütet die Eingliederung von Klebebrackets. Mehrfachberechnung, Materialmehrkosten und die umstrittene Kombination mit GOZ 2197 erfordern eine sorgfältige Leistungsabgrenzung.
Die GOZ 0065 ist je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich berechenbar. Mehrfachansätze, konventionelle Abformungen und zusätzliche Modellanalysen unterliegen unterschiedlichen gebührenrechtlichen Voraussetzungen.
Bei GOZ 3020 oder 3030 entscheidet der chirurgische Leistungsinhalt. Eine erschwerte Zahnentfernung rechtfertigt nicht automatisch die Abrechnung einer Osteotomie.
Die Zuordnung zu GOZ 3000 oder 3010 richtet sich nach der individuellen Wurzelanatomie, nicht allein nach der Zahnposition. Entfernungstechnik und Befund können andere Gebührennummern erforderlich machen.
Die GOZ 5170 ist nur bei erfüllten Leistungs- und Indikationsvoraussetzungen gesondert berechnungsfähig. Ein individueller Abformlöffel allein begründet keinen zusätzlichen Gebührenanspruch.
Die GOZ 0090 kann am selben Zahn mehrfach berechenbar sein, wenn eine weitere Anästhesieleistung erforderlich wird. Die Zahl der Einstiche allein reicht dafür nicht aus.
Eine unsichere Kostenerstattung löst nicht automatisch eine Informationspflicht aus. Maßgeblich sind konkrete Kenntnisse oder hinreichende Anhaltspunkte für eine nicht gesicherte vollständige Kostenübernahme.
Ist bei zahntechnischen Leistungen eine Überschreitung des Kostenvoranschlags um mehr als 15 Prozent zu erwarten, verlangt § 9 GOZ eine unverzügliche Information in Textform. Entscheidend ist bereits die absehbare Kostenentwicklung.
Offene Kostenvoranschläge brauchen einen klaren Bearbeitungsstand. Entscheidend ist, ob Kosteninformation, Patientenentscheidung, Kostenträgerklärung, Genehmigung oder Terminierung ausstehen.
Beim Implantat-Kostenvoranschlag sind Heil- und Kostenplan, Labor-Kostenvoranschlag und spätere Rechnung zu trennen. Bereits absehbare berechnungsfähige Kosten gehören in die Planung.
Mehrkosten dürfen erst vereinbart werden, wenn die konkrete GKV-Sachleistung feststeht. Eine abweichende Gebührenhöhe erfordert gegebenenfalls zusätzlich eine Vereinbarung nach § 2 GOZ.
Nicht Raumgröße oder Geräteliste entscheiden über einen geeigneten Aufbereitungsraum. Maßgeblich sind Aufbereitungsprofil, Prozessführung und die Trennung unreiner und reiner Bereiche.
Validiert werden muss der Aufbereitungsprozess, nicht lediglich ein einzelnes Gerät. Entscheidend sind nachvollziehbare Prozessnachweise bis zur dokumentierten Freigabe.
Delegierbar ist nicht automatisch alles, was ZFA oder ZMP fachlich beherrschen. Entscheidend sind Tätigkeit, Qualifikation, zahnärztliche Anordnung, Aufsicht und Kontrolle.
Die Zehnjahresfrist ist kein automatischer Vernichtungsstichtag. Sonderfristen und konkret fortbestehende Speicherzwecke können eine längere Aufbewahrung rechtfertigen.
Einbox-Konnektoren können maximal bis Ende 2030 genutzt werden. Für Zahnarztpraxen hängt der sinnvolle Wechselzeitpunkt vor allem von Laufzeiten, Verträgen und der technischen Migration ab.
Externe Terminverwaltung kann als Auftragsverarbeitung zulässig sein. Entscheidend sind Datenumfang, konkrete Funktion des Dienstleisters und zusätzliche Zwecke wie Nutzerkonto oder Terminerinnerung.
Seit dem 2. Januar 2026 gilt für Zahnarztpraxen eine überarbeitete IT-Sicherheitsrichtlinie: 29 neue und fünf geänderte Anforderungen — und eine Schwelle, die nicht Beschäftigte zählt.
Ein GOZ-konformer Heil- und Kostenplan garantiert keine vollständige PKV-Erstattung. Entscheidend ist, auf welcher rechtlichen Ebene die Kürzung begründet wird.
Bei offenen Privatrechnungen zählt nicht die Zahl der Mahnungen. Entscheidend sind GOZ-konforme Rechnung, Fälligkeit, Verzug und die Voraussetzungen für einen gerichtlichen Mahnbescheid.
Bei Zahnersatzmängeln gelten je nach Versorgungsart unterschiedliche Fristen. Für Praxen entscheidend ist zudem, wann Nacherfüllung noch möglich ist und wann ein Regress droht.
Bei Implantaten entscheidet nicht eine feste Bedenkfrist, sondern ob wesentliche Risiken und echte Behandlungsalternativen verständlich vermittelt wurden. Gerichte ziehen die Grenze bei Entscheidungsrelevanz und tatsächlicher Wahlfreiheit.
Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt nicht schon mit der Behandlung. Entscheidend sind Rechnungsstellung, Jahresende sowie mögliche Hemmung, Verwirkung oder Neubeginn.
Der Headless Client schafft die Grundlage, TI-Messenger-Funktionen direkt in ein Praxisverwaltungssystem einzubinden. Wann PVS-Hersteller dies umsetzen, bleibt offen.
Ein hoher Abrechnungswert allein beweist noch keine Unwirtschaftlichkeit. Entscheidend sind Prüfmethode, Vergleichsgruppe, Praxisbesonderheiten und die Tragfähigkeit einer Hochrechnung.
Die TI-Pauschale steigt 2026 um 2,8 Prozent. Maßgeblich sind Praxisgröße, vorhandene TI-Anwendungen, technische Anbindung und der Zeitpunkt des Nachweises.
Seit 1. Januar 2026 gelten neue Festzuschussbeträge für Zahnersatz. Der ZE-Punktwert steigt auf 1,1844 Euro, die einzelnen Befundbeträge jedoch nicht einheitlich um 4,78 Prozent.